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	<title>DYHR.COM &#187; german</title>
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		<title>Der blinde Knabe</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 09:07:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Culture]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry]]></category>
		<category><![CDATA[german]]></category>

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		<description><![CDATA[An allen Türen blieb der blinde Knabe, auf den der Mutter bleiche Schönheit schien, und sang das Lied, das ihm sein Leid verliehn: &#8220;Oh hab mich lieb, weil ich den Himmel habe.&#8221; Und alle weinten über ihn. An allen Türen blieb der blinde Knabe. Die Mutter aber zog ihn leise mit; weil sie die andern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/sJZ7b7l1LN0&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/sJZ7b7l1LN0&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>An allen Türen blieb der blinde Knabe,<br />
auf den der Mutter bleiche Schönheit schien,<br />
und sang das Lied, das ihm sein Leid verliehn:<br />
&#8220;Oh hab mich lieb, weil ich den Himmel habe.&#8221;<br />
Und alle weinten über ihn.</p>
<p>An allen Türen blieb der blinde Knabe.</p>
<p>Die Mutter aber zog ihn leise mit;<br />
weil sie die andern alle weinen schaute.<br />
Er aber, der nicht wußte, wie sie litt,<br />
und nur noch tiefer seinem Dunkel traute,<br />
sang: &#8220;Alles Leben ist in meiner Laute.&#8221;</p>
<p>Die Mutter aber zog ihn leise mit.</p>
<p>So trug er seine Lieder durch das Land.<br />
Und als ein Greis ihn fragte, was sie deuten,<br />
da schwieg er, und auf seiner Stirne stand:<br />
Es sind die Funken, die die Stürme streuten,<br />
doch einmal werd ich breit sein wie ein Brand.</p>
<p>So trug er seine Lieder durch das Land.</p>
<p>Und allen Kindern kam ein Traurigsein.<br />
Sie mußten immer an den Blinden denken<br />
und wollten etwas seiner Armut weihn;<br />
er nahm sie lächelnd an den Handgelenken<br />
und sang: &#8220;Ich selbst bin kommen euch beschenken.&#8221;</p>
<p>Und allen Kindern kam ein Traurigsein.</p>
<p>Und alle Mädchen wurden blaß und bang.<br />
Und waren wie die Mutter dieses Knaben,<br />
der immer noch in ihren Nächten sang.<br />
Und fürchteten: wir werden Kinder haben, -<br />
und alle Mütter waren krank..</p>
<p>Da wurden ihre Wünsche wie ein Wort<br />
und flatterten wie Schwalben um die Eine,<br />
die mit dem Blinden zog von Ort zu Ort:<br />
&#8220;Maria, du Reine,<br />
sieh, wie ich weine.<br />
Und es ist seine<br />
Schuld. In die Haine<br />
führ ihn fort!&#8221;</p>
<p>Bei allen Bäumen blieb der blinde Knabe,<br />
auf den der Mutter müde Schönheit schien,<br />
und sang das Lied, das ihm sein Leid verliehn:<br />
&#8220;Oh hab mich lieb, weil ich den Himmel habe -&#8221;<br />
Und alle blühten über ihm.</p>
<p>Links:<br />
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rainer_Marie_Rilke">Rainer Marie Rilke</a> wikipedia.org</p>
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